Chirurgie

Allgemeines

Es gibt vielfätige Gründe für chirurgische Eingriffe. Neben den medizisch erforderlichen Operationen (Tumore, Verletzungen, Fremdkörper, Gebärmuttervereiterungen, Zahnerkrankungen usw.) führen wir häufig auch Kastrationen von weiblichen und männlichen Haustieren durch.

 

Um einer unkontrollierten Vermehrung vorzubeugen sind Kastrationen in vielen Gemeinden (auch in der Gemeinde Zetel) für freilaufende Katzen per kommunaler Verordnung vorgeschrieben. Auch um Revierbeißereien zu vermeiden können Kastrationen bei Haustieren in einigen Fällen unumgänglich sein. Bei Hunden können sie sie medizinisch oder haltungsbedingt sinnvoll sein. Hierzu beraten wir Sie gern.

 

Jede Operation bringt eine Narkose und ein damit einhergehendes Narkoserisiko mit sich. Wir versuchen, dieses Risiko durch eine gründliche Allgemeinuntersuchung vor der Operation und eine möglichst schonende Durchführung der Narkose so gering wie möglich zu halten.

 

Das Tier bleibt nach der Operation in unserer Obhut bis es wieder wach ist und selbstständig laufen kann. Hierfür stehen Boxen verschiedener Größe und Wärmelampen in unserer Station zur Verfügung.

 

Vor der Operation

Hunde und Katzen

 

Bei einer anstehenden Operation in Vollnarkose müssen Hunde und Katzen nüchtern sein. Viele Narkosemittel können eine Übelkeit und Erbrechen auslösen. Dadurch kann ein Erstickungsrisiko entstehen. Außerdem belastet ein voller Magen den Kreislauf zusätzlich.

 

Da wir meistens morgens operieren, darf Ihr Tier zuletzt am Abend vor der OP fressen. Wichtig: Wasser solllte jederzeit zur freien Verfügung angeboten werden.

 

Ein kurzer Spaziergang vor der Operation ist ratsam, damit sich das Tier lösen kann.

Gerne können Sie eine vertraute Decke, Körbchen oder Kuscheltier für die Aufwachbox mitbringen.

 

Kaninchen und andere Heimtiere

 

Pflanzenfresser haben eine grundsätzlich andere Verdauung. Längeres Fasten kann bei diesen Tieren gesundheitsschädlich sein. Pflanzenfresser können und sollen deshalb bis zur Narkose fressen dürfen.

 

Nach der Operation

Ausschlafen

 

In der Nachschlaf- und Aufwachphase der Narkose sind Geräusch- und Berührungsempfinden Ihres Tieres verändert und die Körpertemperatur erniedrigt. Ihr Tier sollte, bis es richtig wach ist, in unserer Obhut bleiben.

 

Das Tier ist auch nach dem Aufwachen noch erschöpft und braucht zu Hause einen warmen Platz, an dem es fürsorglich kontrolliert in Ruhe ausschlafen kann. Treppensteigen und die Gefahr vom Sofa oder Sessel zu fallen, sollten vermieden werden.

 

Bewegung

 

Katzen sollten - auch wenn sie nächtlichen Freigang gewohnt sind - 24 Stunden nach der Narkose im Haus bleiben um Unfälle und Unterkühlung zu vermeiden.

 

Nach kleineren Eingriffen sollten Sie Ihr Tier zwei Tage schonen, damit sich der Organismus vollständig von der Narkose erholen kann. Größere Operationen mit entsprechenden Wunden bringen ein bis zwei Wochen Leinenzwang mit sich. Um eine optimale Wundheikung zu gewährleisten, sollte zu frühes Herumtoben vermieden werden.

 

Fütterung

 

Hunde und Katzen

 

Da auch nach der Operation noch Reste des Narkosemittels im Blut sind, besteht auch nach dem Aufwachen noch die Gefahr von Übelkeit und Erbrechen. Abends nach einer morgendlichen Narkose kann dem Tier eine leine Mahlzeit angeboten werden. Aber auch ein ganzer Fastentag schadet Hunden oder Katzen nicht. Wasser muss allerdings immer angeboten werden.

 

Kaninchen und andere Heimtiere

 

Kanichen und andere Heimtiere sollten nach der Narkose Zugang zu Nahrung und Wasser haben.

Diese Tiere sollten nach der Operation für ein bis zwei Tage von ihren Artgenossen getrennt werden. Um eine Verunreinigung der Wunden zu vermeiden, sollten sie für einige Zeit statt auf Einstreu auf Zeitungspapier oder Handtüchern gehalten werden.